Bauphysik
06 07 08 Bauphysik

Bauphysik


Die Wohnqualität eines Gebäudes wird sehr stark von der bauphysikalischen Güte der Gebäudehülle bestimmt. Aber wenn es in einem Haus durch Fugen und Ritzen zieht wie "Hechtsuppe" oder der "Steckdosentaifun" tobt, dann beeinträchtigt das nicht nur das Wohlbefinden der Bewohner sonder erhöht die Heizkosten erheblich.

Ähnlich verhält es sich bei schlecht gedämmten Aussenbauteilen oder Wärmebrücken. Hier sind die Oberflächen der Bauteile so kalt, dass die Raumtemperatur auf 22 bis 25°C erhöht werden muss, um nicht zu frieren. Die kalten Oberflächen können aber auch, besonders in Ecken, dazu führen, dass Raumluft kondensiert. Auf diesen nassen Flächen finden besonders Schimmelpilze ideale Lebensbedingungen.

 

 

Zum besseren Verständnis werden einige Begriffe der Bauphysik erklärt:

U-Wert (früher k-Wert)

Der Wärmedurchgangs-Koeffizient U gibt den Wärmeverlust in Watt pro Sekunde an, der durch einen Quadratmeter der Oberfläche eines Bauteiles bei einem Grad Temperaturunterschied von der warmen Raumluft zur kalten Außenluft oder im Sommer von der warmen Außenluft zur kalten Raumluft hindurchgeht. Kleine U-Werte entsprechen gut gedämmten Konstruktionen, große U-Werte bedeuten schlechte Wärmedämmung.

 

 

Wärmebrücken

Wärmebrücken werden durch gut wärmeleitfähige Baustoffe (z.B. Metalle, Beton, Steine) in der Konstruktion gebildet. Hierbei geht ein Großteil des Wärmestromes an den Dämmstoffen vorbei aus dem Gebäude heraus. Das kann den tatsächlichen U-Wert einer Konstruktion erheblich verschlechtern. Die Auswirkungen von Wärmebrücken werden nach EnEV ohne Nachweis mit einem Zuschlag von 0,1 W/(m²K) zum U-Wert gerechnet. Bei Ausführung der Anschlussdetails nach Beiblatt 2 DIN 4108 beträgt der Zuschlag 0,05 W/(m²K). Das bedeutet, das ohne Nachweis bei einer Passivhauskonstruktion der U-Wert um 100 % angehoben würde. 

Werden Wärmebrücken mit mehrdimensionalen Programmen berechnet, wie das von BauWerk ausgeführt wird, kann der Beitrag der Wärmebrücken wegen des Außenmaßbezuges der U-Werte, sogar die Transmissionswärmeverluste reduzieren.

 


 

Luftdichtheit der Gebädehülle

Der nL50 Wert gibt den Luftwechsel des Gebäudes bei einem Differenzdruck von 50 Pascal pro Stunde an. In Deutschland existiert dazu bisher eine Vor-Norm, die DIN 4108 Teil 7. Für Gebäude ohne Lüftungsanlagen muss der nL50 Wert kleiner 3 Luftwechsel je Stunde sein, Gebäude mit Lüftungsanlage benötigen einen nL50 Wert kleiner 1 Luftwechsel. Für Passivhäuser darf der nL50 Wert sogar nur 0,6 Luftwechsel pro Stunde betragen.

Gemessen wird der Wert mit Hilfe einer Blower-Door.

 

 

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